{"id":196,"date":"2017-02-18T19:35:55","date_gmt":"2017-02-18T19:35:55","guid":{"rendered":"https:\/\/schneider-weisse.de\/node\/196"},"modified":"2017-02-18T19:35:55","modified_gmt":"2017-02-18T19:35:55","slug":"sommelierwissen-der-gaerprozess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/?p=196","title":{"rendered":"Sommelierwissen: der G\u00e4rprozess"},"content":{"rendered":"<p>Gehen wir am Anfang erst einmal ein paar Jahrhunderte zur\u00fcck, denn erst seit dem siebzehnten Jahrhundert, nachdem man die Wirkung der Hefe erkannt hatte, konnte man mit verschiedenen Brauverfahren experimentieren. Vorher war es reiner Zufall, dass Bier zu g\u00e4ren anfing und man machte teilweise die gute Laune der G\u00f6tter daf\u00fcr verantwortlich.<\/p>\n<p>Es war der Franzose Louis Pasteur, der herausfand, dass bei der G\u00e4rung winzige Organismen (Hefepilze) beteiligt sind. Heutzutage sind viele Heferassen bekannt, die dem Brauer zur Verf\u00fcgung stehen und das Bier g\u00e4ren lassen.<\/p>\n<p class=\"text-align-center\"><span class=\"kleiner\">Bier ist so alt wie die ersten Hochkulturen &#8211; allerdings sollte das Ergebnis des Brauprozesses bis zum 17. Jahrhundert zumeist ein mehr oder weniger reines Gl\u00fccksspiel sein. Besonders aromatisch scheint der Gerstensaft im Altertum ebenfalls nicht gewesen zu sein &#8211; Bier wurde n\u00e4mlich h\u00e4ufig durch Strohhalme getrunken.<\/span><\/p>\n<p class=\"text-align-center\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"text-align-center\"><span class=\"kleiner\">(Sumerische Biertrinker mit Strohhalmen, Darstellung um 3000 v. Chr.,<br \/>\nheute im Bestand des Vorderasiatischen Museums Berlin)<\/span><\/p>\n<p class=\"text-align-center\"><span class=\"kleiner\">Beer consumption dates back to the very first high civilisations. However the outcome of the brewing process remained a matter of chance until the 17th century. Furthermore it seems that the ancient beer wasn&#8217;t all too aromatic &#8211; hence often enjoyed through a straw.<\/span><span class=\"kleiner\"> (Sumerian beer wallowers with straws, depiction about 3000 b.c., today part of the collection of the Vorderasiatischen Museums Berlin)<\/span><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/sites\/default\/files\/2016-10\/AIBA-Bronze-2009.svg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum eigentlichen G\u00e4rprozess. Nachdem die W\u00fcrze (bestehend aus Wasser, Malz und Hopfen) fertig zubereitet ist, wird die Hefe zugef\u00fcgt und die G\u00e4rung beginnt.&nbsp; Die Hauptg\u00e4rung findet entweder im offenen Bottich oder in &nbsp;geschlossenen Tanks statt. Wir gehen jetzt haupts\u00e4chlich auf das offene Verfahren ein. Die Hefe bekommt somit besser Luft, viel Luft. Erst dadurch kann sich ein harmonisch-w\u00fcrziges Aroma entwickeln. W\u00e4hrend der G\u00e4rung werden die Kr\u00e4usen \u2013 sehr bittere Ausf\u00e4llungen, die nach oben steigen \u2013 abgesch\u00f6pft, um so einen weicheren und harmonischeren Geschmack zu bekommen.<\/p>\n<p>Now back to the actual fermentation. After the wort (consisting of water, malt and hop) has been cooked the yeast is added and the fermentation process begins. The main fermentation takes place in open vats or closed tanks. We will focus on the open method, as herein the yeast simply gets more air. Only then a harmonically balanced aroma can develop. During the fermentation the &#8222;Kr\u00e4usen&nbsp;\u2013 very bitter ascending flocculations \u2013 are skimmed, in order to achieve a softer and well-rounded flavour.<\/p>\n<p class=\"text-align-center\"><span class=\"kleiner\">Verstand was vom Bier, der Mann &#8211; und zwar, dass Mikroorganismen f\u00fcr den G\u00e4rprozess beim Brauen und Keltern verantwortlich sind: der ber\u00fchmte franz\u00f6sische Chemiker und Mikrobiologe Louis Pasteur (1822-1895) geb\u00fchrt damit neben vielen anderen Verdiensten auch der Dank aller Bierfreunde&#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"text-align-center\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"text-align-center\">(Fotografie vor 1895, F\u00e9lix Nadar)<\/p>\n<p class=\"text-align-center\"><span class=\"kleiner\">A true jack of all trades &#8211; among the many groundbreaking contributions to chemistry and microbiology of French scientist Louis Pasteur (1822-1895) was the discovery of the decisive role that microorganismns play during the fermentation process &#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"text-align-center\"><span class=\"kleiner\">(Photography before 1895, F\u00e9lix Nadar)<\/span><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/sites\/default\/files\/2016-10\/EBS-Silber-2009.svg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Jedoch hat dieses spezielle Verfahren auch Nachteile, denn es muss nat\u00fcrlich ein extrem hoher Hygiene Standard eingehalten werden. Aus diesem Grund bleibt der G\u00e4rkeller der Brauereien, die offene Bottiche haben, f\u00fcr Besucher verschlossen. Am Ende der Hauptg\u00e4rung steigt die oberg\u00e4rige Hefe, wie ihre Bezeichnung schon besagt, nach oben. Zu guter Letzt, wird sie komplett abgesch\u00f6pft und kann wieder verwendet werden. Das sogenannte Jungbier ist fertig.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend findet die Nachg\u00e4rung in der Flasche oder im geschlossenen Tank statt. Hier kann man aber sagen, dass durch die Flascheng\u00e4rung die Aromen und die Spritzigkeit viel ausgepr\u00e4gter sind. Es ist aber eine aufw\u00e4ndigere Methode, \u00e4hnlich wie bei der Champagnerherstellung. W\u00e4hrend der Reifezeit, die drei Wochen betr\u00e4gt, setzt sich die edle Hefe nach und nach ab. Dabei reichert sich das Bier mit nat\u00fcrlicher Kohlens\u00e4ure an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>In diesem Sinne, Prost!<\/strong><\/p>\n<p>Yet this special method has its drawbacks, as extremly high hygiencal standards must be met. That&#8217;s the reason why the fermentation cellars in breweries applying the open fermentation method are closed to the public. At the end of the main fermentation the top fermented yeast rises, as the name implies. At the very end it is completely skimmed to be reused in the next brewing process. The so called green beer is now ready.<\/p>\n<p>Now it&#8217;s time for the secondary fermentation in bottles or closed tanks. It is important to say that with the bottle fermentation aromas and freshness are much more distinct than with the tank fermemtation. However it clearly is the more elaborate method, comparable to the production of champagne. During the three weeks maturation period, the fine yeast degrades and the beer accumulates natural carbonic acid.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Now finally, all there remains to be said, is this: Cheers!<\/strong><\/p>\n<p>Und wenn Sie jetzt mehr dar\u00fcber erfahren m\u00f6chten, wie wir bei Schneider Weisse das Beste aus dem G\u00e4rprozess herausholen, dann begleiten Sie uns doch mal auf unserer <strong><a href=\"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php\/willkommen\">virtuellen Brauereif\u00fchrung<\/a>&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Want to know more about how we at Schneider Weisse really get the very best out of the fermentation process? Then join us on our little <strong><a href=\"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/en\/node\/22\">virtual tour of our brewery<\/a> &#8230;<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute f\u00fchrt uns Biersommelier Stephan Butz zum Herzst\u00fcck des Brauprozesses &#8211; und erkl\u00e4rt uns, wie wichtig es ist, dass dem Bier nicht die Luft ausgeht.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1000611,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[10,11],"class_list":["post-196","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geniessertipps","tag-essen-trinken","tag-kultur"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/196","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=196"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/196\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=196"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}