{"id":490,"date":"2019-04-01T11:21:30","date_gmt":"2019-04-01T11:21:30","guid":{"rendered":"https:\/\/schneider-weisse.de\/node\/490"},"modified":"2019-04-01T11:21:30","modified_gmt":"2019-04-01T11:21:30","slug":"biergarten-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/?p=490","title":{"rendered":"Biergarten_2019"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr viele Menschen geh\u00f6rt ein k\u00fchles Bier genauso fest zu den warmen Jahreszeiten wie Grillen, Schwimmbadbesuche oder Picknick-Decken &#8211; oder eben der Besuch im lauschigen <strong>Biergarten<\/strong>. Dabei war der Genu\u00df des goldenen Gerstensafts zwischen Juni und September bis vor gar nicht langer Zeit alles andere als selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Noch weit ins 19. Jahrhundert hinein wurden in Deutschland vor allem <strong>unterg\u00e4rige Biere<\/strong> (wie Helles oder Pilsener) getrunken &#8211; und die brauchen f\u00fcr den G\u00e4rprozess und die langfristige Lagerung vergleichsweise k\u00fchle Temperaturen. Vor der Entwicklung technischer K\u00fchlverfahren wurden diese Biere deshalb vor allem in den k\u00fchlen Jahreszeiten gebraut. Die einzige M\u00f6glichkeit, diese relativ empfindlichen Brauerzeugnisse dann auch \u00fcber den Sommer zu bringen, blieben f\u00fcr lange Zeit tiefe (und damit sehr k\u00fchle) Bierkeller.<\/p>\n<p>Erstmals wurden diese nat\u00fcrlichen K\u00fchlkammern wohl in <strong>M\u00fcnchen<\/strong> angelegt, und zwar in den Flussterassen der Isar, die durch das kalte Wasser aus den Voralpen zus\u00e4tzlich gek\u00fchlt wurden. Um die Temperaturen weiter zu senken, wurden rund um die Keller Kies aufgesch\u00fcttet und Kastanien angepflanzt, die Schatten spenden sollten. Einige dieser urspr\u00fcnglichen Bierkeller sind bis heute in M\u00fcnchen erhalten geblieben, etwa in den Stadtbereichen Haidhausen und Schwanthaler H\u00f6he.<\/p>\n<p>Um die &#8222;K\u00fchlkette&#8220; nicht zu unterbrechen, wurde den Keller-Brauereien schlie\u00dflich erlaubt, ihre Erzeugnisse in den Sommermonaten direkt vor Ort anzubieten. Dazu wurden einfach B\u00e4nke und Tische unter den Kellerkastanien platziert &#8211; die <strong>Geburtsstunde des Biergartens<\/strong> &#8211; und ein durchschlagender Erfolg bei den M\u00fcnchner Stadtbewohnern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"text-align-center\">Anders &#8211; und doch vertraut: Biergarten-Ansicht von Max Liebermann aus dem Jahr 1884<br \/>\n(Neue Pinakothek der Moderne \/ M\u00fcnchen)<\/p>\n<p class=\"text-align-center\">Different &#8211; but familiar: View of a beergarden by Max Liebermann, dating 1884<br \/>\n(Neue Pinakothek der Moderne \/ Munich)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/sites\/default\/files\/2017-08\/BLOG-Paellarezept-Artikelbild.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Aber wo Erfolg ist, sind auch die Neider nicht weit. Viele der kleinen Brauerein in der bayrischen Residenzstadt konnten sich die Einrichtung von K\u00fchlkellern schlicht nicht leisten &#8211; ein harter Wettbewerbsnachteil! <strong>K\u00f6nig Maximilian I.<\/strong> fand schlie\u00dflich ein salomonisches Urteil f\u00fcr das Dilemma. In einem Erlass von 1812 lie\u00df er festlegen, dass in den neuen Bierg\u00e4rten des Isarkreises zwar sehr wohl Bier ausgeschenkt werden d\u00fcrfe &#8211; allerdings keine anderen Getr\u00e4nke. Auch der Verkauf von Speisen (abgesehen von einfachem Brot) wurde ausdr\u00fccklich untersagt. So sollte ein gastronomisches Monopol der Gro\u00dfbrauereien verhindert werden.<\/p>\n<p>Und das ist auch der Grund, warum in vielen Bierg\u00e4rten das Mitbringen eigener Speisen bis heute erlaubt ist.<\/p>\n<p>Bei <strong>oberg\u00e4rigem Bier<\/strong>, wie den Weissbier-Spezialit\u00e4ten von Schneider Weisse, braucht es \u00fcbrigens bei traditionellen Brauverfahren keine besonders niedrigen Temperaturen. Aber eine so sch\u00f6ne Erfindung wie den Biergarten haben auch wir gern \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Deshalb verf\u00fcgen auch unsere Br\u00e4uh\u00e4user selbstverst\u00e4ndlich \u00fcber <strong>Pl\u00e4tze an der Sonne<\/strong>&#8230;<\/p>\n<p>But success always finds its enviers. Many of the smaller breweries in Munich couldn&#8217;t afford to maintain large cooling cellars &#8211; certainly a harsh competitive disadvantage! <strong>King Maximilian I.<\/strong> finally came to a Solomonic judgement: A decree dating 1812 allowed the serving of beer in the beergardens along the river Isar &#8211; excluding however all other beverages. Also no food should be offered (apart from simple bread). This way the likely gastronomical monopoly of the major breweries in the kingdom was prevented.<\/p>\n<p>And that is also the reason, why many beergardens still allow you to bring your own food.<\/p>\n<p><strong>By the way: top-fermented beer<\/strong>, like our wheat beer specialitites from Schneider Weisse, don&#8217;t require especially low temperatures during the traditional brewing process. But an invention as unique and magnicficent as the beergarden we simply had to embrace&#8230;so it&#8217;s only natural that all our brewery taverns come with a welcoming beergarden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/sites\/default\/files\/2016-10\/schneider-weisse-weissbier-hefeweizen-willkommen-rundgang-faesser-1_3.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><strong>Unsere Empfehlung<\/strong><\/p>\n<p>Wenn es um Tradition geht, empfehlen wir nat\u00fcrlich ein echtes Original zum Auftakt der Biergarten-Saison:<\/p>\n<p><a class=\"cta\" data-entity-substitution=\"canonical\" data-entity-type=\"node\" data-entity-uuid=\"67502534-255e-4496-96e3-7e36e90b0f65\" href=\"\/\" title=\"Unsere Weissen\">Tap7 Mein Original<\/a><\/p>\n<p><strong>Our recommendation<\/strong><\/p>\n<p>When talking about great traditions, we simply have to recommend a true \u203aOriginal\u2039 at the beginning of the beergardening season:<\/p>\n<p><a class=\"cta\" data-entity-substitution=\"canonical\" data-entity-type=\"node\" data-entity-uuid=\"67502534-255e-4496-96e3-7e36e90b0f65\" href=\"\/\" title=\"Unsere Weissen\">Tap7 Mein Original<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fr\u00fchling h\u00e4lt mit Macht Einzug &#8211; und damit halten auch \u00fcberall sonnenhungrige Genussfreunde Einzug in die Bierg\u00e4rten. Aber: woher kommt die sch\u00f6ne Tradition der Bier&#038;Brezn-Oasen eigentlich?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[10,11,9,12],"class_list":["post-490","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lebensweis-s-e","tag-essen-trinken","tag-kultur","tag-plaetze","tag-schneidriges"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/490","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=490"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/490\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=490"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=490"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-weisse.bdev.dev\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=490"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}